Moshé Feldenkrais (1904 - 1984)

Dr. Moshé Feldenkrais studierte Mathematik, war Elektro- und Maschineningenieur und machte sein Doktorat in Physik an der Sorbonne in Paris. Später war er im Laboratorium von Frédéric Joliot-Curie in der Atomforschung tätig. Damals lernte er auch Professor Kano kennen, den Schöpfer des Judo. 1936 erhielt Feldenkrais als erster Europäer den Schwarzen Gürtel und gründete später den ersten Judoclub Frankreichs.

1940 – Feldenkrais arbeitete als Forschungsoffizier für die U-Boot-Abwehr in England – verschlimmerte sich eine Knieverletzung, die er sich in jungen Jahren beim Fußballspielen zugezogen hatte. Die Ärzte gaben ihm wenig Hoffnung,  je wieder beschwerdefrei gehen zu können. Doch eigenwillig, wie er war, gab sich Feldenkrais mit der Meinung anderer Leute nicht zufrieden. Er begann sein eigenes Bewegungsverhalten zu erforschen. Dabei nutzte er seine Beobachtungen aus dem Judo sowie seinen wissenschaftlichen Hintergrund. Er vertiefte sein Wissen in Anatomie Verhaltenspsychologie, Neurophysiologie, Entwicklungspsychologie und der Biomechanik.

So brachte er sich nach und nach bei, auf eine neue effiziente Weise ohne Schmerzen zu gehen. Er stellte fest, dass seine Erkenntnisse auch auf andere Menschen übertragbar waren. Viele berühmte Persönlichkeiten wie Yehudi Menuhin, Ben Gurion, Igor Markevitch und Margarethe Mead suchten ihn auf, profitierten von seiner Methode und machten ihn bekannt. Der Ruf von Moshé Feldenkrais und seiner revolutionären Wahrnehmungs- und Bewegungsschulung verbreitete sich in den USA und von dort aus in die ganze Welt.

Seine eigenen Erfahrungen motivierten ihn, die in jahrzehntelanger Forschung entwickelte Feldenkrais-Methode® zu begründen.